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Autonomie braucht Kontrolle und Kontrolle braucht Technologie

Warum Sicherheit bei agentischer KI nicht allein durch Regeln und Verbote entsteht, sondern technische Durchsetzung braucht und warum Governance zur Voraussetzung für vertrauenswürdige Automatisierung wird, weiß Mathias Herrmann, Geschäftsführer der ALLEHERZEN GmbH

Warum Sicherheit bei agentischer KI nicht allein durch Regeln und Verbote entsteht, sondern technische Durchsetzung braucht und warum Governance zur Voraussetzung für vertrauenswürdige Automatisierung wird, weiß Mathias Herrmann, Geschäftsführer der ALLEHERZEN GmbH:

„Die Sendung von Markus Lanz vom 20. Oktober 2026 1 zeigt eindrücklich, dass die entscheidende Frage bei KI längst nicht mehr lautet, ob die Technologie leistungsfähig ist, sondern wie wir ihren Handlungsspielraum kontrollieren. Dabei macht die Sendung einen zentralen Punkt gleich zu Beginn sichtbar: Sicherheit entsteht nicht allein durch Regeln, Verbote oder nachgelagerte Berichtspflichten, sondern durch Technologien, die Grenzen im laufenden Betrieb technisch durchsetzen. Genau an dieser Stelle setzt ein Sicherheitsbeziehungsweise Governance-Layer an. KI-Agenten sind keine Chatbots mehr, die auf eine Eingabe warten. Sie planen Schritte, nutzen Werkzeuge, greifen auf Daten und Systeme zu und können Aktionen auslösen, deren Folgen sich über ganze Prozessketten erstrecken. Die Diskussion in der Sendung macht deutlich, dass das entscheidende Risiko nicht allein im Modell liegt, sondern vor allem in dem Handlungsspielraum, den Unternehmen und Entwickler ihm eröffnen: Welche Daten darf ein Agent sehen? Welche Systeme darf er verändern? Welche Aktionen dürfen automatisch durchlaufen und wo muss ein Mensch entscheiden?“

Nicht Panik, sondern Architektur


„Die in der Gesprächsrunde geäußerten Sorgen vor unvorhersehbaren Fehlreaktionen, Fehlinformationen oder einem Kontrollverlust sind berechtigt. Zugleich wäre es zu kurz gegriffen, daraus eine grundsätzliche Ablehnung agentischer KI abzuleiten. Die Beispiele zeigen vielmehr, dass reine Verbotslogik an ihre Grenzen stößt. Ein System, das eigenständig Aufgaben verfolgt, lässt sich nicht zuverlässig steuern, wenn Kontrolle erst nach dem Fehler einsetzt. Sinnvoll ist der Gedanke, den auch die Sendung aufgreift: Sicherheit muss Teil der Technologie sein. In der Luftfahrt entstehen verlässliche Abläufe nicht durch einen Fallschirm pro Passagier, sondern durch redundante Systeme, definierte Schnittstellen, Überwachung und klare Eingriffsrechte. Für agentische KI bedeutet das: Zugriffe, Berechtigungen, Freigaben und Ausführungen müssen technisch steuerbar sein, bevor ein Agent in ERP-, CRM-, HRoder Datenbanksysteme eingreift.“

Governance als aktive Schicht


„Ein solcher Governed Access Layer ist keine Bremse, sondern die Voraussetzung für verantwortbaren Einsatz. Er übersetzt Unternehmensregeln in technische Kontrolle. Ein Agent erhält nur den Zugriff, der für seine konkrete Aufgabe erforderlich ist; kritische Aktionen werden geprüft, freigegeben oder gestoppt; relevante Zugriffe, Freigaben und Aktionen werden nachvollziehbar dokumentiert. Damit wird aus Autonomie keine unkontrollierte Handlungsfreiheit, sondern ein definierter, prüfbarer Handlungsraum. Das ist auch der Kern dessen, was COLOSSOS als Layer leistet: Die Plattform fungiert als kontrollierende

Zwischenschicht zwischen KI-Agenten und bestehenden Enterprise-Systemen. Sie entscheidet kontextabhängig, ob ein Zugriff oder eine Aktion policy-konform ist, ohne die darunterliegenden Systeme neu aufzubauen. Governance-, Zugriffs- und Ausführungslogik bleiben dabei vom jeweiligen KI-Modell und Plattformanbieter entkoppelt – ein wichtiger Punkt, weil Unternehmen so nicht an einen einzelnen KI-Anbieter gebunden werden.“


Vertrauen entsteht durch Nachvollziehbarkeit

„Die Sendung verdeutlicht zudem, dass Vertrauen nicht durch Versprechen entsteht, sondern durch sichtbare Kontrolle. Mitarbeitende, Fachbereiche und Aufsichtsinstanzen akzeptieren agentische Systeme eher, wenn klar ist, wo deren Autonomie endet, wer bei Sonderfällen entscheidet und wie Eskalationen ablaufen. Human-in-the-Loop ist dabei kein rhetorisches Zugeständnis, sondern muss technisch verankert sein. Die Lehre aus der Diskussion lautet daher: Nicht der KI-Agent allein ist das Risiko, sondern die Kombination aus Autonomie, Berechtigungen und fehlender Kontrolle. Unternehmen, die agentische KI produktiv nutzen wollen, brauchen deshalb keine isolierten Experimente, sondern eine Architektur, die Sicherheit, Compliance und Handlungsfreiheit zusammenbringt. Governance-Technologie wie beispielsweise COLOSSOS macht genau das möglich: Sie ermöglicht Autonomie, ohne die Kontrolle aus der Hand zu geben.“

Weitere Informationen finden Sie unter https://colossos.ai/