Die EXPO REAL erweitert ihr Profil und rückt 2026 erstmals investierbare Infrastruktur als eigenständigen Schwerpunkt in den Fokus. Mit dem neuen Format „InfrastructureNow“ reagiert Europas größte Fachmesse für Immobilien und Investitionen auf die zunehmende Bedeutung von Energie-, Digital- und Sozialinfrastruktur für institutionelle Anleger und die Immobilienwirtschaft. Die Veranstaltung findet vom 5. bis 7. Oktober 2026 in München statt.
Rund dreieinhalb Monate vor Messebeginn bewegen sich die Anmeldungen auf Vorjahresniveau. Angesichts eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds wertet die Messe dies als Zeichen für die anhaltende Relevanz persönlicher Netzwerke, belastbarer Marktinformationen und neuer Investmentperspektiven.
Die Immobilienbranche befindet sich weiterhin in einer Phase tiefgreifender Transformation. Höhere Finanzierungskosten, strengere Kapitalallokation sowie regulatorische Anforderungen erhöhen den Druck auf Investoren, Projektentwickler und Bestandshalter. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Infrastrukturinvestitionen, um die Anforderungen von Energiewende, Digitalisierung und Urbanisierung zu bewältigen. Genau an dieser Schnittstelle setzt die EXPO REAL 2026 an.
Mit „InfrastructureNow“ schafft die Messe erstmals eine Plattform, die Infrastruktur als eigenständige Assetklasse adressiert. Im Mittelpunkt stehen Investitionsmöglichkeiten in Energie-, digitale und soziale Infrastruktur sowie deren Wechselwirkungen mit Immobilien- und Standortentwicklungen. Diskutiert werden Investmentstrategien, Finanzierungsmodelle, Public-Private-Partnerships, regulatorische Rahmenbedingungen und aktuelle Markttrends. Zielgruppe sind Investoren, Projektentwickler, Betreiber, Finanzierer, Kommunen und politische Entscheidungsträger.
„Infrastruktur entwickelt sich zunehmend zu einer langfristig attraktiven Anlageklasse und gewinnt auch für die Immobilienwirtschaft an Bedeutung“, sagt Claudia Boymanns, Exhibition Director der EXPO REAL. Das neue Forum solle den Dialog zwischen den verschiedenen Marktakteuren fördern und konkrete Investitionsperspektiven aufzeigen.
Auch darüber hinaus bleibt die EXPO REAL ihrer Rolle als umfassender Marktplatz der Immobilienwirtschaft treu. Auf insgesamt sieben Hallen bildet die Messe die gesamte Wertschöpfungskette ab – von Projektentwicklung und Finanzierung über Asset- und Property Management bis hin zu Technologie- und Nachhaltigkeitsthemen.
Ein etablierter Anziehungspunkt bleibt die Grand Plaza in Halle B3. Das Format hat sich als zentrale Plattform für Handelsimmobilien, neue Retail-Konzepte und urbane Versorgungsstrukturen etabliert. Direkt angeschlossen ist der Bereich „Flexible Housing – Opportunities next door“, der sich mit innovativen Wohnkonzepten und flexiblen Nutzungsformen beschäftigt. Themen wie demografischer Wandel, Migration, veränderte Wohn- und Arbeitsmodelle sowie Ressourceneffizienz stehen dabei im Mittelpunkt.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Innovationsplattform „Transform & Beyond“ in Halle A3. Unternehmen, PropTechs und Start-ups präsentieren dort bereits zum dritten Mal Lösungen für die Dekarbonisierung von Immobilienbeständen, Smart Buildings, Künstliche Intelligenz, Robotik, Digitalisierung und integrierte Energiekonzepte auf Quartiersebene. Das Format hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Treffpunkt für Innovations- und Transformationsthemen entwickelt.
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Konferenzprogramm. Internationale Marktteilnehmer und Experten diskutieren aktuelle Entwicklungen an den Immobilien- und Kapitalmärkten sowie Strategien für eine zukunftsfähige Ausrichtung der Branche.
Mit der stärkeren Integration von Infrastrukturthemen trägt die EXPO REAL 2026 einer Entwicklung Rechnung, die zunehmend die Investmentlandschaft prägt: Die Grenzen zwischen Immobilien- und Infrastrukturinvestments werden durch neue Anforderungen an Energieversorgung, Digitalisierung und urbane Entwicklung immer durchlässiger. Die Messe positioniert sich damit als Plattform für jene Marktteilnehmer, die nach langfristigen Investitionsperspektiven und sektorübergreifenden Lösungen suchen.