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ifo Institut: Geschäftsklima in der Chemie weiter verbessert

„Kunden im In- und Ausland stocken ihre Lager weiter auf und nehmen dafür höhere Preise in Kauf“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Das Geschäftsklima in der Chemieindustrie hat sich im September zum zweiten Mal in Folge verbessert. Der Index stieg auf plus 5,5 Punkte, nach minus 2,6* Punkten im August. Die Unternehmen schätzen die Geschäftslage mit plus 8,8 Punkten erneut positiv ein. Die Geschäftserwartungen hellten sich spürbar auf: von minus 15,0* auf plus 2,3 Punkte. „Kunden im In- und Ausland stocken ihre Lager weiter auf und nehmen dafür höhere Preise in Kauf“, sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf. 

 

Getragen wird die Erholung in der Chemieindustrie von den Exporten und von Aufträgen aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Auch die höheren Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur wirken sich über die entsprechenden Vorleistungskäufe positiv aus. Der Auftragsbestand wird allerdings immer noch als sehr niedrig eingeschätzt. Angesichts des hohen Kostenniveaus bleibt die Ertragslage angespannt, trotz der Verbesserung gegenüber dem Mai 2026. Die Unternehmen planen daher weiteren Personalabbau. „Die Erholung ist fragil, da die verbesserte preisliche Wettbewerbsfähigkeit auf temporären Faktoren, darunter Produktionsausfällen und Lieferkettenstörungen in der Golfregion, beruht. Die Standortnachteile bleiben, der Stellenabbau geht weiter“, sagt Wolf. 

 

*Saisonbereinigt korrigiert