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An Smart Glasses scheiden sich die Geister

43 Prozent würden Smart Glasses tragen /8 von 10 wollen, dass Aufnahmen deutlich sichtbar angezeigt werden

  • 43 Prozent würden Smart Glasses tragen
  • 62 Prozent würden Menschen mit Smart Glasses nicht ins eigene Zuhause lassen
  • 8 von 10 wollen, dass Aufnahmen deutlich sichtbar angezeigt werden

Kamera, Mikro und KI direkt in der Brille: Smart Glasses bieten neue Möglichkeiten im Alltag, gleichzeitig erzeugen sie Sorge vor Missbrauch. Und so möchten viele Menschen zwar selbst eine smarte Brillen tragen, fühlen sich aber unwohl, wenn andere dies tun. Die Vorstellung, von anderen mit Smart Glasses unbemerkt gefilmt oder fotografiert zu werden, ist den meisten Menschen ausgesprochen unangenehm: 76 Prozent möchten nicht, dass andere sie mit einer solchen Brille aufnehmen. Unter den 16- bis 29-Jährigen sind es 71 Prozent, bei den Menschen ab 65 Jahren 79 Prozent. Männer stören sich mit 73 Prozent ähnlich häufig daran wie Frauen mit 78 Prozent. 62 Prozent würden Menschen mit einer solchen Brille nicht in ihr Zuhause lassen. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Befragung unter 1.164 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Gleichzeitig besteht in der Bevölkerung große Offenheit, selbst Smart Glasses zu nutzen. 43 Prozent der Deutschen haben Interesse, eine solche Brille zu tragen: 15 Prozent haben eine solche Brille bereits genutzt, ob im Alltag oder testweise, weitere 28 Prozent würden sie gerne nutzen. Für rund die Hälfte (52 Prozent) kommt das Tragen einer solchen Brille allerdings nicht in Frage. „Smart Glasses haben großes Potenzial, digitale Assistenten nahtlos in unseren Alltag zu integrieren, und stoßen auf wachsendes Interesse. Die Sorgen der Menschen vor unbemerkten Aufnahmen müssen aber ernst genommen werden“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Kameras sind in der Öffentlichkeit allgegenwärtig – im Smartphone, als Dash Cam in Autos, als Action Cam beim Sport oder als Body Cam bei Sicherheitskräften. Pauschale Verbote von Smart Glasses machen auch deshalb einfach keinen Sinn. Stattdessen braucht es klare Regeln und technische Lösungen, die Innovation und den Schutz der Privatsphäre miteinander verbinden. Entscheidend ist, dass Hersteller den Schutz von Privatsphäre bereits bei der Produktentwicklung berücksichtigen und für Umstehende jederzeit eindeutig erkennbar ist, wenn Bild oder Ton aufgenommen werden. Gleichzeitig müssten heimliche Aufnahmen empfindlich sanktionsbewehrt werden.“

82 Prozent der Deutschen finden es wichtig, dass Smart Glasses für Umstehende klar erkennbar anzeigen, wenn sie Aufnahmen machen. Dieser Wunsch zieht sich durch nahezu alle Altersgruppen und liegt jeweils bei mehr als 80 Prozent, bei 84 Prozent unter Männern sowie 81 Prozent unter Frauen. Aktuelle Smart Glasses verfügen in aller Regel über eine LED, die signalisiert, wenn mit der Brille gefilmt wird. Wird diese LED abgeklebt, deaktiviert sich bei vielen Modellen automatisch die Kamera.