Zu den von US-Präsident Trump angekündigten Strafzöllen äußert sich BDI-Präsident Peter Leibinger: „Die Zoll-Drohung des US-Präsidenten ist eine unangemessene und für alle Seiten schädliche Eskalation.“
- „Die Zoll-Drohung des US-Präsidenten ist eine unangemessene und für alle Seiten schädliche Eskalation. Sie setzt die transatlantischen Beziehungen völlig unnötig unter enormen Druck. Es ist notwendig und richtig, dass die Bundesregierung gemeinsam mit den europäischen Partnern deutlich macht, dass sie diese Drohung nicht hinnehmen wird.
- Wichtig ist, dass Europa nun einig und selbstbewusst agiert. Die EU muss deutlich machen, dass sie für die USA ein unverzichtbarer strategischer Partner ist und bleibt. Europa ist der größte Binnenmarkt der Welt. Als letztes Mittel verfügt die EU über Instrumente, um sich Erpressungsversuchen zu erwehren. Es ist gleichzeitig wichtig, dass die EU die Kanäle für Dialog offenhält und auf Deeskalation drängt. Die Botschaft der EU sollte klar sein: Eskalation schadet allen – Kooperation ist unabdingbar, denn der transatlantische Wirtschaftsraum umfasst rund 9,5 Billionen US-Dollar und ist damit ist der größte integrierte Wirtschaftsraum der Welt.
- Es ist nachvollziehbar, dass das Europäische Parlament nun die Abstimmung über das Handelsabkommen mit den USA zunächst aufschiebt. Auch die Erwägungen zu Gegenzöllen oder einem Einsatz des Instruments zur Abwehr ökonomischen Zwangs (ACI) halten wir in der aktuellen Phase für plausibel.
- Zusätzliche zehn Prozent Zölle treffen nicht nur europäische Unternehmen, sie schaden vor allem auch der US-Wirtschaft und den Konsumenten in den USA selbst. Re-Industrialisierung der USA ohne Kooperation ist eine Illusion – Abschottung und die Sabotage von Zusammenarbeit führen ins wirtschaftliche Abseits.“