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Bitkom zum EU Tech Sovereignty Package

„Digitale Souveränität entscheidet darüber, ob Europa die digitale Welt selbst gestalten kann - wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich. Das Tech Sovereignty Package der EU-Kommission setzt dafür wichtige Akzente. ..."

Am heutigen Mittwoch veröffentlicht die EU-Kommission das Tech Sovereignty Package. Dazu erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst:

„Digitale Souveränität entscheidet darüber, ob Europa die digitale Welt selbst gestalten kann - wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich. Das Tech Sovereignty Package der EU-Kommission setzt dafür wichtige Akzente. Wir begrüßen, dass die EU-Kommission nicht nur einzelne Technologien in den Blick nimmt, sondern die gesamte digitale Wertschöpfungskette von Halbleitern und Rechenzentren über Cloud- und KI-Infrastrukturen bis hin zu Open Source und besseren Investitionsbedingungen. Entscheidend ist nun, dass es nicht bei Ankündigungen bleibt. Europa braucht Tempo. 

Im Zentrum steht der Cloud & AI Development Act. Europa braucht einen gemeinsamen, praxistauglichen Rahmen für souveräne Cloud- und KI-Angebote. Dieser Rahmen muss Klarheit schaffen, Fragmentierung verhindern und Innovation ermöglichen, nicht neue Hürden errichten. Souverän ist, wer eigene digitale Kompetenzen und Fähigkeiten besitzt und darüber hinaus frei wählen kann und nicht erpressbar ist. Unternehmen und öffentliche Verwaltungen brauchen deshalb echte Wahlmöglichkeiten: offene Standards, Interoperabilität, Multi-Cloud-Fähigkeit und wirksame technische Schutzmaßnahmen. 

Auch der angekündigte Chips Act 2.0 geht in die richtige Richtung. Gut ist, dass Europa industrielle Skalierung, Anwenderindustrien und die gesamte Wertschöpfungskette stärker in den Blick nimmt. Entscheidend wird sein, dort gezielt zu investieren, wo Europa eigene Stärken ausbauen und international wettbewerbsfähig werden kann. 

Mehr Förderung allein macht Europa aber noch nicht souverän. Genauso wichtig sind schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und verlässliche Regeln. Die Unternehmen rufen nicht nach mehr Geld, sondern nach weniger Komplexität. Digitale Souveränität entsteht, wenn Europa eigene technologische Stärke aufbaut, internationale Partnerschaften klug nutzt und Innovation durch Regulierung flankiert und beschleunigt.“