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ifo Institut: Leichte Erholungssignale bei Selbständigen – Kreditzugang bleibt schwierig

„Für Optimismus ist es noch zu früh, aber es gibt Anzeichen für eine allmähliche Erholung.“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. „Bei den Selbständigen zeigt sich bislang jedoch nur eine langsame Verbesserung.“

Das Geschäftsklima bei den Selbständigen und Kleinstunternehmen hat sich im September erneut verbessert: Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ stieg von minus 19,7 Punkten im August auf minus 18,8 Punkte. Vor allem die Erwartungen fielen weniger pessimistisch aus. Aber auch die laufenden Geschäfte wurden nicht mehr so kritisch bewertet. „Für Optimismus ist es noch zu früh, aber es gibt Anzeichen für eine allmähliche Erholung.“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. „Bei den Selbständigen zeigt sich bislang jedoch nur eine langsame Verbesserung.“

Trotz der etwas besseren Stimmung bleibt die Unsicherheit unter den Selbständigen sehr hoch. Fast vier von fünf Befragten fällt es schwer oder eher schwer, ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einzuschätzen. Damit bleibt die Planbarkeit für Soloselbständige und Kleinstunternehmen stark eingeschränkt.

Für kleine Betriebe wird es zunehmend schwieriger, über Banken Zugang zu Krediten zu erhalten. Im dritten Quartal stieg der Anteil an Soloselbständigen und Kleinstunternehmen mit Schwierigkeiten bei Kreditverhandlungen von 44,8 auf 54,4 Prozent. Dagegen sank der Anteil in der Gesamtwirtschaft von 40,1 auf 32,8 Prozent. Zugleich ließ die Kreditnachfrage der Selbständigen nochmals nach: Nur noch 7,8 Prozent führten Gespräche mit Banken über Kredite, nach 9,3 Prozent im Vorquartal. „Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich der Zugang zu Bankkrediten für kleine Betriebe deutlich erschwert“, sagt Demmelhuber. „Gleichzeitig fragen immer weniger Selbständige überhaupt Kredite bei Banken nach“.