Der Optimismus bei Rechtsberatern, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern in Deutschland ist zum Jahreswechsel deutlich angestiegen. Im Dezember stiegen die Geschäftserwartungen auf 13,0 Punkte*, nach 5,7 Punkten im November. Die aktuelle Geschäftslage bewertet die Branche hingegen etwas schlechter. Der Indikator fiel auf 42,4 Punkte, nach 51,2 Punkten, ist damit aber noch deutlich im positiven Bereich. „Die Rechtsberater, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer spüren die aktuell schwache Konjunktur bisher kaum“, sagt ifo-Branchenexpertin Carola Boede. „Im Jahresverlauf 2025 war durchschnittlich jedes zweite Unternehmen der Branche mit den Geschäften zufrieden.“
Insgesamt blieb das Geschäftsklima in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung nahezu stabil bei 27,2 Punkten (27,3 Punkte im November). Die Stimmung in der Branche ist damit nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt für den Dienstleistungssektor. Zuletzt fiel der Geschäftsklimaindex bei den Dienstleistern im Dezember. „Mit Ausnahme des Coronaschocks war das Geschäftsklima für die Rechtsberater, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer seit Erhebung der Zeitreihe noch nie im negativen Bereich“, sagt Boede.
Für die Branche bestehen auch 2026 gute Chancen auf weiteres Umsatzwachstum. Im Dezember stiegen die Umsatzerwartungen auf 48,1 Punkte, nach 46,2 Punkten. Auch bleiben Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) weiterhin wichtige Wachstumstreiber. Insgesamt haben sich die Umsätze in der Branche im Jahresverlauf 2025 konstant positiv entwickelt.
*saisonbereinigte Werte