Wirtschaftlicher Druck und Sparmaßnahmen prägen derzeit das Verhältnis zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden. Das gaben 44 Prozent der befragten Unternehmen in der aktuellen Personalleiterbefragung von Randstad und dem ifo Institut an. Mit deutlichem Abstand folgen die Themen Restrukturierung und Stellenabbau, neue Arbeitsmodelle, Wechsel in der Führungsebene sowie Innovationen, die jeweils nur 12 Prozent der Unternehmen als prägend im Arbeitsalltag bezeichnen. „Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten kommt es auf klare Kommunikation an“, sagt ifo-Forscherin Daria Schaller. „Führungskräfte, die Sparmaßnahmen transparent erklären und ihre Teams frühzeitig einbinden, stärken das Vertrauen und halten die Motivation hoch.“
Wirtschaftlicher Druck als Leitthema dominiert in allen Unternehmensgrößen, wiegt aber mit zunehmender Größe schwerer: Bei Unternehmen ab 500 Beschäftigten nennen ihn in etwa die Hälfte (52 Prozent) als wichtigsten Einflussfaktor auf das Verhältnis zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden, bei Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten sind es 42 Prozent. Umgekehrt verhält es sich beim Thema Innovation: Sie prägt das Miteinander in Kleinunternehmen deutlich häufiger (16 Prozent) als in Großunternehmen (6 Prozent).
Es gibt kaum Unterschiede, wie verschiedene Branchen die Bedeutung des Themas wirtschaftlicher Druck auf den Arbeitsalltag einstufen. Bei den Dienstleistern werden mit 18 Prozent neue Arbeitsmodelle genannt, wie beispielsweise Homeoffice und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. In der Industrie sind es mit 17 Prozent Restrukturierung und Stellenabbau. Im Handel folgen mit 16 Prozent Innovationen als zweitwichtiges Thema.