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Zum Ferienstart: Stauinfos per Radio und App schlagen das Navi

Navigations-Apps gewinnen, Navigationsgeräte verlieren an Bedeutung

  • Fast alle Auto- und Motorradfahrenden informieren sich per Radio
  • Navigations-Apps gewinnen, Navigationsgeräte verlieren an Bedeutung
  • Stauinfos von der KI spielen bisher kaum eine Rolle

Mit Berlin, Brandenburg und Hamburg starten heute weitere Bundesländer in die Sommerferien. Damit nimmt auch der Reiseverkehr auf Deutschlands Autobahnen weiter Fahrt auf. Wer auf vollen Straßen unterwegs ist, informiert sich über Staus und mögliche Ausweichrouten noch immer am häufigsten per Radio: 92 Prozent der Auto- und Motorradfahrerinnen und -fahrer nutzen Verkehrsmeldungen im Radio. Zugleich gewinnen Navigations-Apps auf Smartphone oder Tablet deutlich an Bedeutung: Fast die Hälfte (46 Prozent) informiert sich inzwischen über Google Maps, Apple Karten und Co. über Staus.2022 war es noch ein Drittel (33 Prozent). Spezielle Staumelder-Apps wie Stau1 oder Staumelder Mobile nutzen 21 Prozent (2022: 22 Prozent). Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 774 Auto- und Motorradfahrerinnen und -fahrer. 

Navigationsgeräte verlieren hingegen an Bedeutung: 41 Prozent nutzen festverbaute Navigationsgeräte im Auto, um sich über das Stauaufkommen zu informieren, 2022 waren es noch 46 Prozent. Noch deutlicher ist der Rückgang bei mobilen Navigationsgeräten: Sie werden nur noch von 12 Prozent genutzt, nach 35 Prozent im Jahr 2022. „Vor allem zum Ferienstart zählt für viele jede verlässliche Information über Staus, Baustellen und mögliche Ausweichrouten“, sagt Paul Hannappel, Mobilitätsexperte beim Bitkom. „Auch viele vernetzte Navigationsgeräte arbeiten mit Echtzeitdaten, Navigations-Apps sind aber durch das Smartphone für die meisten sowieso immer griffbereit – bei der Planung vor der Abfahrt ebenso wie unterwegs. So lassen sich Fahrten frühzeitig planen und flexibel an die aktuelle Verkehrslage anpassen.“ 

Andere Informationswege spielen bislang nur eine geringe Rolle. KI-Chatbots oder KI-Assistenten wie ChatGPT, Google Gemini oder Microsoft Copilot nutzen 3 Prozent für Stauinformationen – genauso viele wie klassische Online-Angebote, etwa Websites für Verkehrsmeldungen (3 Prozent). Per Anruf, zum Beispiel beim ADAC, informieren sich 2 Prozent, per SMS- oder Messenger-Service 1 Prozent. Zugleich zeigt sich: Ganz ohne Stauinfos fährt praktisch niemand los. 0 Prozent der Auto- und Motorradfahrerinnen und -fahrer geben an, sich gar nicht über Staus zu informieren.